Rheinland-Pfälzische THW´ler zu Gast in Lahnstein

Am 7. November trafen sich Vertreter aus den Helfervereinigungen des Technischen Hilfswerks in Rheinland Pfalz unter Leitung ihres Präsidenten Heinz-Hermann Schnabel (MdL) zur Landesdelegiertenkonferenz der THW-Landesvereinigung in der Lahnsteiner Stadthalle.

Heinz-Hermann Schnabel konnte neben Vertretern aus der Region auch den Innenminister des Landes und örtlichen Landtagsabgeordneten Roger Lewentz begrüßen. In seiner Grußansprache betonte der Minister die Rolle des THW, nicht nur in der aktuellen Flüchtlingssituation, als stets verlässlichen Partner im Katastrophenschutz des Landes. Er dankte ausdrücklich im Namen der Landesregierung für den Einsatz in den zurückliegenden Monaten bei der Aufnahme der im Land ankommenden Flüchtlinge. Er betonte aber auch, dass ein Ende noch nicht absehbar ist und die Einsatzkräfte nicht auf Dauer eine solche Aufgabe neben ihrem Beruf und der Familie stemmen können. Hier sei es wichtig, dass Strukturen geschaffen werden, die eine gezielte Aufnahme und Integration der Flüchtlinge möglich machen und dabei die ehrenamtlichen Katastrophenschützer entlasten.

Werner Vogt, THW-Landesbeauftragter für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, bekräftigte in seinen Ausführungen, dass das THW immer da ist wenn es benötigt wird. Er ging auch auf die Folgen der aktuellen Flüchtlingseinsätze für das THW, speziell in finanzieller Hinsicht, ein. Dabei hob er die Bedeutung der THW-Landesvereinigungen und der THW-Bundesvereinigung hervor, die bei den Politikern für eine ausreichende und nachhaltige Finanzierung des THW eintreten. Heinz-Hermann Schnabel sicherte hier seine Unterstützung in seiner Funktion als Mitglied des Landtags zu und berichtete, dass er alle rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten im Vorfeld der Beratungen für den Bundeshaushalt 2016 entsprechend informiert und um Unterstützung gebeten hat.

Aber auch die Chancen, die sich im Rahmen der zu leistenden Integration für das THW bieten, wurden durch Werner Vogt beleuchtet. Das THW ist offen für alle Menschen egal welcher Herkunft. Flüchtlinge, die sich jetzt für eine Zeit im THW engagieren und später in ihre Heimat zurückkehren, können als Keimzelle einer lokalen technischen Hilfsorganisation wirken. In diesem Zusammenhang wies der Bundessprecher des THW, Frank Schulze aus Sinzig, auf die Kooperation mit Tunesien hin. Hier in Deutschland wurden in den letzten Jahren Helfer aus Tunesien als Multiplikatoren ausgebildet, um anschließend in ihrer Heimat selbst Freiwillige für den Katastrophenschutz auszubilden.

Neben den Grußworten und Informationen aus dem THW gab es auch die Formalitäten einer Jahresversammlung abzuarbeiten. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Beitragsordnung verabschiedet, die eine vereinfachte Erhebung der Mitgliedsbeiträge zum Ziel hat. Bemerkenswert dabei ist aber, dass der Beitrag nicht erhöht werden musste. Die letzte Beitragsanhebung erfolgte noch zu DM-Zeiten.

Die THW-Landesvereinigung ist die Interessenvertretung der lokalen THW- Helfervereinigungen und deren Mitglieder. Sie vertritt damit die Interessen der Helferinnen und Helfer sowie die Anliegen von über 35 Ortsverbänden in Rheinland-Pfalz. Sie nimmt sich politischer Ziele an, die das THW betreffen.

2015 LV-2a

2015 LV-1a

2015 LV-3a

2015 LV-6a

2015 LV-5a